18. Juli 2008, von

Hitzewelle

Nach goldenen Tagen macht der Sommer in der Wetterau gerade eine Pause.  In meinem Büro ist es gut auszuhalten — aber ich vermisse die warmen Tage bereits.  Vertraue ich dem Wetterbericht, dann wird das noch einige Tage so bleiben.  Ganz anders auf der anderen Seite des Atlantiks: In New York City bereitet man sich auf eine Hitzewelle vor.

New York City: Mann als FreiheitsstatueEs werden Temperaturen bis 34° Celsius vorhergesagt.  Hitzewelle?  Nun ja, in einer Stadt mit Abgasen, Lärm und möglicherweise stehender Luft empfindet man 34° Celsius natürlich schon als sehr warm — aber die Behörden im «Big Apple» tun so, als würden Wüstenszenarien erwartet:  Grössere Gebäude mit Klimaanlagen werden als sogenannte «Cooling Center», also Kühlzentren für die Öffentlichkeit geöffnet.  Warum wird das so dramatisiert?

In einer Stadtwüste mit Teer, Beton, Glas- und Metallfassaden wirkt sich ein warmer Sommertag extremer aus, als auf dem Land.  Zudem sind dort viele Menschen durch klimatisierte Räume nicht mehr daran gewöhnt, dass es ab und zu durchaus ein wenig wärmer sein darf.  Wer jemals in einem Konferenzsaal in einer warmen Gegend der USA gesessen und dabei jämmerlich gefroren hat, der wird wissen, was ich meine.  Viele Amerikaner lieben es kühl.

Trecker in der WetterauHitze wird zudem in einer Stadt mit acht Millionen Einwohnern und einer durchschnittlichen Bevölkerungsdichte von über 10.000 Einwohnern pro Quadratkilometer anders wahrgenommen, als in Friedberg (Wetterau), wo die Bevölkerungsdichte etwa 550 Einwohner/km² beträgt.  Wer jemals im Hochsommer in NYC war, der kann bestätigen, dass man in den Strassenschluchten der Stadt tatsächlich recht robust sein muss, um einen heissen Sommertag gut zu überstehen.

Freuen wir uns also über die kleine Pause, die der Sommer hier bei uns gerade einlegt — um dann die nächsten warmen oder gar heissen Tage in unserer viel besser angepassten Wohnwelt der Wetterau noch intensiver zu geniessen.  Glauben Sie mir: Ein paar sonnige Schweisstropfen sind besser auszuhalten, als ein viel zu kalter Kühlraum.

Wenn’s also bei uns wieder so weit ist, schlage ich einen schattigen Platz vor, dazu einen «sanften Engel» und ein gutes Buch über New York City (siehe unten).

-fj

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