10. Oktober 2008, von

Piep!

Die Wet­terau ist eine recht abge­le­gene Gegend, das Leben rela­tiv nor­mal.

Wirk­lich grosse Dinge pas­sie­ren meist woan­ders — Welt­be­we­gen­des ab und zu aber auch knapp vor unse­rer Haus­tür.  Nächste Woche wird ein sol­ches Ereig­nis die Frank­fur­ter Buch­messe heim­su­chen.

Woher ich das weiss?  Nun, heute erreichte mich fol­gende Pres­se­mel­dung:


Die Love Ocean Crea­tive Inter­na­tio­nal Com­pany, Ltd. (gegrün­det in Formosa/​Taiwan) ver­an­stal­tet am 18. Okto­ber 2008 auf der Frank­fur­ter Buch­messe eine Live-Video­kon­fe­renz mit der Höchs­ten Meis­te­rin Ching Hai, einer welt­be­rühm­ten spi­ri­tu­el­len Leh­re­rin, Künst­le­rin, Wohl­tä­te­rin, Best­sel­ler­au­to­rin und Visio­nä­rin und Pio­nie­rin des glo­ba­len, kon­struk­ti­ven Inter­net- und Satel­li­ten­fern­se­hens.

Anlass dafür ist die deut­sche und fran­zö­si­sche Erst­ver­öf­fent­li­chung ihres Best­sel­lers „Die Vögel in mei­nem Leben“. In dem durch­gän­gig far­bi­gen Buch geht es um die erstaun­li­che Intel­li­genz und das bewe­gende Gefühls­le­ben der 23 Vögel der Meis­te­rin, die mit ihren Tie­ren tele­pa­thisch kom­mu­ni­zie­ren kann. Die Vögel kom­men in dem Buch selbst zu Wort und eröff­nen uns einen völ­lig neuen Zugang zur Welt der Tiere.

Ein wenig ent­täuscht bin ich von der öfter mal blon­den Viet­na­me­sin schon:  Wozu all die­ser tech­ni­sche Schnick-Schnack?  Reicht Frau Hai für ihre Piep-Show nicht eine tele­pa­thi­sche Nach­richt in Rich­tung Frank­fur­ter Mes­se­ge­lände?  Da könn­ten ein paar ver­irrte Wel­len viel­leicht auch die Wet­terau erleuch­ten.

Auf Nach­frage erhielt ich von der Spat­zen­bande bei uns im Gar­ten einen tele­pa­thi­schen Kom­men­tar: «Die hat tat­säch­lich mehr als einen Vogel.»  Ob Frau Hais Piep­mätze auch so platte Kalauer wie unsere Haus­spat­zen machen?

-fj

10 Kommentare auf "Piep!"

  1. Ich frage mich auch stän­dig, warum diese über­sinn­lich Begab­ten über­haupt Medien wie Bücher, CDs und das Inter­net für ihre Heils­bot­schaf­ten brau­chen. Eigent­lich müss­ten sie doch nur welt­um­fas­send Gedan­ken ver­bla­sen und der Welt­frie­den wäre geritzt.

  2. Piepmatz sagt:

    Sehr geehr­ter Herr Jeder­mann,

    lei­der rei­chen die tele­pa­thi­schen Nach­rich­ten nicht aus, da es lei­der noch viel zu viele Men­schen wie SIE gibt, die nicht in der Lage sind, tele­pa­thi­sche Nach­rich­ten zu emp­fan­gen und ver­su­chen, alles ins Lächer­li­che zu zie­hen. Macht es Sinn, jeman­den anzu­ru­fen, der kei­nen Tele­fon­an­schluss hat? Solange man im Dreck wühlt steht man sel­ber im Dreck und kann den fei­nen Klang der tele­pa­ti­schen Piep­mätze nicht hören. Im Dreck sieht man Dreck, hört man Dreck, fühlt man Dreck und stinkt nach Dreck. Aber wenn man sel­ber im Dreck steht, muss man wohl alles in den Dreck zie­hen.
    Mein Rat, kom­men Sie aus dem Dreck und atmen die reine, sau­bere Luft und den Geist der Piep­mätze, dann sind Sie viel­leicht auch bald in der Lage, die tele­pa­thi­schen Mit­tei­lun­gen zu emp­fan­gen. Es lohnt sich!!!

    Viele licht­volle Grüße
    von einem Piep­matz

    Anmer­kung von Frank Jer­mann:
    Die­sen Kom­men­tar hatte wor­d­press auto­ma­tisch im Spam­fil­ter ein­ge­fan­gen (irgend­wie zu Recht) -- und ich hab’s erst heute (13.10.2008) ent­deckt. Schon aus Grün­den mei­nes Kar­mas, aber auch wegen des Unter­hal­tungs­werts ver­öf­fent­li­che ich sol­che Kom­men­tare aber natür­lich.

  3. Grace sagt:

    Also ich finde es sehr Inter­es­sant das end­lich sol­che Bücher gibt, die Tiere kom­men sel­ber zu Wort . das ist so coool. Was Frau Hai betrifft finde ich auch sehr Mutig.

  4. Wawa sagt:

    It´s very hard for me to believe that this com­ment is from a jour­na­list, don´t know if Frank Jer­mann a fre­e­lan­cer or is he working for an media? This com­ment is full of arro­gant ego, play­ing with the game of words, which unfor­tu­n­a­tely is quite com­mon in the scene of Ger­man media nowa­days. Mr. Jer­mann, please, next time when you are going to make com­ment for any­thing, please do more rese­arch and never ever mis­lead hund­reds of thousands of inno­cent readers. And be pre­pa­red to receive your rewar­ding karma by insul­ting a noble saint & event. God bless!

    P.S: in case if you don´t know what is karma:
    KARMA IS THE EXACT LAW & EFFECT IN THE UNIVERSE.

  5. edith sagt:

    über geschmack läßt sichs bekannt­lich gut strei­ten.… für mei­nen geschmack ist die kolumne des herrn frank jer­mann mit dem titel „piep“ auf einem weder geist­rei­chem, noch wizi­gem und unterm strich doch auf einem aus­ge­spro­chen ärm­li­chem niveau gehal­ten! schade für ihn, dass das alles ist, was ihn zu so einer ein­la­dung ein­fällt.

  6. niki aus wien sagt:

    igno­ranz ist und war schon immer die schlimmste gei­sel der mensch­heit.…
    soviel zum kom­men­tar von frank jer­mann zum thema frau hai und die frank­fur­ter­buch­messe.
    ziem­lich geschmack­los und unge­bil­det, mehr fällt mir dazu nicht ein…

  7. Mork sagt:

    Liebe Mit(erden)bürger,

    es ist wirk­lich an der Zeit, dass wir uns mit Wich­ti­ge­rem beschäf­ti­gen und anstatt Zwie­tracht zu sähen, unsere Kräfte ver­ei­ni­gen. Lang­fris­tig geht es um Zusam­men hänge wie Meatrix.com und den Film Earth­lings. Aber erst­mal geht es um
    den Besuch der Außer­ir­di­schen nächste Woche - und sagen Sie nicht, wir hät­ten es Ihnen nicht gesagt, nur weil Leute wie Herr Jer­mann (bestimmt ein Code­name) ver­su­chen, Sie mit (kein Kommentar…ist unter mei­ner Würde) abzu­len­ken, also hier der Beweis: http://www.ancient-mysteries.de/2008/2008_10_14.htm

  8. Gisela sagt:

    Wenn doch die Leute, die schrei­ben und ver­öf­fent­li­chen, nur einen Bruch­teil von dem gegen Erd­er­wär­mung, für die Umwelt und für den Frie­den täten, was die Meis­te­rin Ching Hai seit vie­len Jah­ren täg­lich tut und wofür sie inter­na­tio­nal mit vie­len Prei­sen aus­ge­zeich­net wurde!
    Wann wol­len diese Jour­na­lis­ten end­lich ihre Ver­ant­wor­tung wahr­neh­men und ihre Mög­lich­kei­ten nut­zen?

  9. Veilchen sagt:

    Ich fun­giere als das schrei­bende Medium des Katers Fritzi. Neben der Tätig­keit als sein Schrei­ber diene ich ihm auch als Tür­öff­ner und als selbst­hei­zen­des Ruhe­kis­sen mit mehr­stu­fi­gen Mas­sage- und Kraul­funk­tio­nen.
    Als ich ihm von Frau Hai und ihren Vögeln berich­tete, war er sehr inter­es­siert und bat mich hier zu schrei­ben:

    „Ich, Fritzi, würde gerne mit den Vögeln, die mit Frau Hai tele­pa­thie­ren, Kon­takt auf­neh­men. Ich möchte in kon­spi­ra­ti­ver Runde mit ihnen Erfah­run­gen und Gedan­ken dar­über tau­schen, wie die von Tie­ren tele­pa­thier­ten Bot­schaf­ten vom Men­schen ver­stan­den wer­den. Ich möchte über meine Erfah­run­gen berich­ten, dass viele Bot­schaf­ten inhalt­lich von den Ansich­ten und Erfah­run­gen des mensch­li­chen Medi­ums ver­zerrt oder gar falsch ver­stan­den wer­den. Auch hier gibt es Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­bleme!
    Ein Bei­spiel:
    Gerade neu­lich, als ich mich nach einer mehr­stün­di­gen Medi­ta­tion auf dem Sofa zurück­holte, aus dem Fens­ter blickte und das Wet­ter mit einem spon­tan gemaunz­ten „Schiet­wet­ter, da bleibe ich lie­ber mal auf dem Sofa und nicker noch ein paar Stünd­chen“ kom­men­tierte, wurde dies von mei­nem Tür­öff­ner als „ich will ‚raus“ ver­stan­den. Schwupp, und schon stand ich drau­ßen und konnte ins warme und mug­ge­lige Haus schauen.

    Da wir tele­pa­thie­ren­den Tiere von unse­ren Mitt­lern nicht zu viel erwar­ten soll­ten, möchte ich daran arbei­ten, deut­li­cher zu kom­mu­ni­zie­ren und die Sphäre der Ver­mitt­lung zu ver­bes­sern.
    Durch den Gedan­ken­aus­tausch mit gleich­ge­sinn­ten Mit-Tele­pa­lie­rern hoffe ich auf Anreize hier­für.

    Nach dem Erfah­rungs­aus­tausch mit den Vögeln der Frau Hai schlage ich eine Grup­pen­me­di­ta­tion vor, um unsere Kehl-Cha­k­ren zu stär­ken.“

  10. Herr Jer­mann, Herr Jer­mann,

    sie haben aber auch ein Talent für Wes­pen­nes­ter!

    (geht prus­tend ab)

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