6. Dezember 2013, von

[Update] Teils, teils

Die Anzeichen verdichten sich:  Völzberg wird eine Tempo-30-Zone erhalten.  Ganz Völzberg?  Nein!  Ein von unbeugsamen Behörden beherrschtes Strassenstück wird wohl weiterhin Widerstand leisten müssen gegen Schnellfahrer …

Sie haben es erkannt?  Der erste  Absatz lehnt sich an die Einleitung der Asterix-Hefte an.  Ich beneide diese Gallier, deren Argumente eben doch schlagkräftiger sind, als die von ein paar Dorfbewohnern, die etwas eigentlich Selbstverständliches erreichen möchten:  Sicherheit und Wohnqualität in ihrem Dorf verbesssern.

Vorläufige Fakten?

Also, was ist passiert?  Gestern konnte  ich erfahren, dass der Gemeindevorstand beschlossen haben soll, in Völzberg eine Tempo-30-Zone einzuführen.  Die grundsätzliche Entscheidung scheint gefallen zu sein, „offiziell“ wurde allerdings noch nichts bekannt gegeben.

Einschränkung: Die Zone wird nicht die Kreisstrasse K926 im südlichen Teil des Dorfs  betreffen.

Nach Auskunft der Verkehrsbehörde des Main-Kinzig-Kreises dürften für die Kreisstrasse K926 die beteiligten Behörden (Polizei sowie „Hessen Mobil“ als Strassenbaulastträger) eine ablehnende Position eingenommen haben.  Zwar könne die Gemeinde Birstein — sprich: der Bürgermeister — grundsätzlich selber eine Entscheidung hierzu treffen, aber natürlich im Rahmen der geltenden Vorschriften und der Rechtsprechung.

Diese Vorschriften und die Rechtsprechung liegen uns Bürgern natürlich nicht vor — ebensowenig wie eine Position des Bürgermeisters gegenüber dem Ortsteil Völzberg (siehe hierzu die Auskünfte in der letzten Sitzung des Völzberger Ortsbeirats).

Nun, warten wir mal, ob diese Fakten belastbar sind.  Zu oft wurden Dinge behauptet, die sich nachher als zweifelhaft erwiesen haben.

Hinterzimmer

Dass interessierte Bürger in diesem Verfahren aussen vor bleiben, wird durch einen Rückblick deutlich:  Es ist grösstenteils intransparent, wer wann und wo irgendwas in dieser Angelegenheit unternommen oder eben auch nicht unternommen hat.  Hinterzimmerpolitik wird betrieben, anstatt Bürger zu informieren oder gar zu beteiligen.  Bis heute gab es eine Flut an Gerüchten, unklaren Darstellungen des Sachstands sowie Nebelkerzen, die dem Anliegen nicht gerecht werden:  Es geht schliesslich um die Sicherheit und Lebensqualität von Bürgern.

Dass auf unseren Strassen gerade auch Kindern und ältere Menschen betroffen sind, die keine oder kaum eine Stimme in unserer Gesellschaft haben, macht die Sache wahrlich nicht besser.  Wenn es so etwas wie eine Fürsorgepflicht der Gemeinde gibt, dann ist der bisherige Ablauf ziemlich unverständlich.

Ich bleibe dran.

-fj

Bisher erschienene Artikel zu dem Thema:

  1. Tempo 30: Ein Jahr später (27. Oktober 2014)
  2. [Update] Teilweise unerfreulich (11. März 2014)
  3. [Update] Stichwort: Langsam (30. Januar 2014)
  4. [Update] Es ist offiziell (13. Dezember 2013)
  5. [Hingeschaut] Bedrückende Parallelen (7. Dezember 2013)
  6. [Update] Teils, teils (6. Dezember 2013)
  7. [Update] Tatenlos zusehen? (3. Dezember 2013)
  8. [Update] Absurdes (2. Dezember 2013)
  9. [Update] Völzberger Ortsbeirat tagt (29. November 2013)
  10. [Update] Der Bürgermeister informiert (28. November 2013)
  11. [Update] Ja, nein, Gummibaum? (6. November 2013)
  12. [Update] FBG: Tempo 30 wird unterstützt (15. Oktober 2013)
  13. [Update] Ortsbeirat: Keine Neuigkeiten (7. Oktober 2013)
  14. Ü30/40/50-Party (3. Oktober 2013)
  15. Tempo 30 in Völzberg (20. Januar 2013)

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