9. Dezember 2013, von

[Hintergrund] Überlebenschancen

Jede Reduzierung der Geschwindigkeit kann Leben retten

Prallt ein Fahrzeug auf einen Menschen, so sind die  Folgen bei 50 km/h immens:  8 von 10 solcher Unfälle enden tödlich für den Fussgänger.  Die Chance, diese Kollision zu überleben, sie beträgt für den ungeschützten Menschen gerade mal 20 %.

Die selbe Konstellation — allerdings mit Tempo 30 — verändert die Chancen auf ein Überleben des Fussgängers enorm:  Sie beträgt 70 %.

Diese Werte zeigen, dass jede Reduzierung der Geschwindigkeit wichtig ist, um im Falle einer Kollision zwischen Fahrzeug und Fussgänger die Überlebenschance des schwächeren Verkehrsteilnehmers  zu verbessern.

Die töd­liche Wir­kung des Auf­pralls bei einem Fußgänger-​​Pkw-​​Unfall. Erar­beitet
und zusam­men­ge­stellt von Prof. Dr. med. Jürgen Barz (Uni­ver­sität Düs­sel­dorf )
und RA Eitel Kreide, Lan­des­ver­kehrs­wacht NRW, Düs­sel­dorf, nach wis­sen­schaft­li­chen Unter­su­chungen der Uni­ver­si­täten Berlin, Düs­sel­dorf, Hei­del­berg und Zürich (LVWNRW, 1990).

Konkret: Völzberg

Heruntergebrochen auf Völzberg bedeutet dies:  Wir alle wissen, dass manche Verkehrsteilnehmer in unserem Dorf schneller als 50 km/h fahren.  Ab 60 km/h ist es für den Fussgänger unwahrscheinlich, einen Aufprall zu überleben.  Wir alle ahnen, dass eine Limitierung der Geschwindigkeit auf 30 km/h nicht immer und und von allen eingehalten werden wird.  Allerdings sollten wir verstehen, dass jede Reduzierung nicht nur hilft, Unfälle zu vermeiden, sondern auch die Überlebenschance erhöht.

Zu argumentieren, dass das ja doch alles nichts nutze, weil die Autos weiterhin schnell führen, dieser Ansatz spielt mit dem Leben der im schlimmsten Fall betroffenen Menschen:  Jede Verlangsamung des Verkehrs kann ein Leben retten.

Erfahren Sie mehr über die Auswirkungen von Tempo 30

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