28. Mai 2008, von

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Beam­ter oder Taxi­fah­rer?
Das Leben ist viel­schich­tig: Frank Jer­mann, Jahr­gang 1958, hat ein abge­bro­che­nes Anglis­tik­stu­dium hin­ter sich, den siche­ren Hafen einer «Kar­riere» als Diplom-Rechts­pfle­ger und Beam­ter ver­las­sen und sat­telte schliess­lich zum Beginn der New-Eco­nomy-Blase hoff­nungs­voll um in die Soft­ware-Bran­che.  «Ohne diese Chance des Inter­net-Booms wäre ich der ideale Kan­di­dat für einen Taxi­fah­rer gewe­sen», so meint er heute schmun­zelnd.

New Eco­nomy
Nach fast fünf­zehn Jah­ren einer inter­na­tio­na­len Kar­riere in der IT-Bran­che war die Zahl der Unter­neh­mens­plei­ten plötz­lich groß, die Arbeits­plätze waren rar.  Frank Jer­mann stellte erstaunt fest, dass er mit 45 Jah­ren zu alt und für die vor­han­de­nen Arbeits­plätze zu teuer war.  Ein erneu­ter Bruch im Lebens­lauf stand an.

«Ich hatte begrif­fen, dass Kern­kom­pe­ten­zen wich­tig sind.  Also nahm ich mir ein Blatt Papier und begann, meine Fähig­kei­ten zu notie­ren.  Viel kam nicht dabei her­aus», ord­net er die Ergeb­nisse augen­zwin­kernd ein.

Mul­ti­me­diale Vor­träge
35 Jahre Foto­gra­fie, inten­si­ves Rei­sen, span­nende Vor­träge hal­ten — was konnte man dar­aus machen?  2004 beschloss er, eine foto­gra­fi­sche Rei­se­show über New York City zu pro­du­zie­ren.  Ein erneu­ter Berufs­wech­sel mit vie­len neuen Auf­ga­ben lag vor ihm:  Tech­nik und Soft­ware waren zu eva­lu­ie­ren, Kon­zepte zu erstel­len, Mar­ke­ting und Akquise muss­ten ange­gan­gen wer­den.

Nach ein­jäh­ri­ger Pla­nung und Ent­wick­lung kam seine live vor­ge­tra­gene, digi­tale Mul­ti­me­dia-Show «New York City — Stadt­bil­der» her­aus, mit der er von 2005 bis 2012 in Deutsch­land unter­wegs war.  Nicht die übli­chen Ver­däch­ti­gen wie bekannte Bau­werke, Museen und Tou­ris­ten­fal­len ste­hen dabei im Vor­der­grund, son­dern span­nende The­men abseits der aus­ge­tre­te­nen Pfade.  Zu sei­ner Erleich­te­rung nahm das Publi­kum seine lockere Art des Geschich­ten­er­zäh­lens mit digi­ta­ler Tech­nik freu­dig auf:  «Erfri­schend anders!» war das meist gebrauchte Schlag­wort.  Mitt­ler­weile ist eine zweite Schau ent­stan­den (Cali­for­nia) und wei­tere Pro­jekte ste­hen in den nächs­ten Jah­ren an.

Hand­werk und Kul­tur
Momen­tan reno­viert Frank Jer­mann einen alten Hof  im Vogels­berg — dabei tut er auch etwas für seine kul­tu­relle Arbeit:  Ein Kul­tur­café ist geplant.

Schrei­ben
Und die­ser Blog?  Nun, die Liebe  zum geschrie­be­nen Wort ist immer noch vor­han­den.  Seit er in den frü­hen 90er Jah­ren begann, für ver­schie­dene Publi­ka­tio­nen zu schrei­ben, hat es ihn immer wie­der an die Tas­ta­tur zurück gezo­gen.  So ent­stan­den auch seine Blogs — die hier bei frank-jermann.de wohl ihre letzte Hei­mat gefun­den haben.  Viele ältere Arti­kel kön­nen Sie auf die­ser Web­seite immer noch lesen.

Viel Spass dabei!

-fj

PS. Wenn Sie noch mehr über mich erfah­ren wol­len, dann schauen Sie sich die­sen Fra­ge­bo­gen an — oder bes­ser die Ant­wor­ten.  Wenn Sie nur halb so viel Spass beim Lesen haben wie ich beim Aus­fül­len, dann lohnt es …